WPU

Wahlpflichtunterricht
Zu Beginn des 7. Schuljahres wählen die Schüler*innen ihren WPU-Kurs (Wahlpflichtunterricht). Dabei haben die Lernenden die Auswahl aus dem folgenden Angebot:

Fach 1: Gestalten 

gestalten

Das WPU-Fach Gestalten ist ein Schulfach, welches eine Art Theaterunterricht und/ oder Kunstunterricht darstellt, um die Kreativität zu fördern und gesellschaftliche, emotionale und ästhetische Fähigkeiten auszubilden. Weil es ein sehr ungebundenes, gruppenorientiertes Fach ist, wird auch soziale Kompetenz oft besser erlernt als in anderen Fächern.

Du sollst durch den Unterricht nicht nur lernen, Vorstellungen in kleine Theaterstücke umzusetzen, sondern auch, das Dargestellte auf dein eigenes Leben zu projizieren, durch das Spiel Verhaltensmuster auszuprobieren und daraus für dein eigenes Leben zu lernen. Du kannst auch Problembereiche des eigenen und allgemeinen Lebens erkunden. Im Theater kannst du dich selbst in verschiedene Rollen hineinversetzen und im Spiel eigene Interessen entdecken und Ansichten sowie Meinungen herausbilden.

Da in das Fach Gestalten viele Einflüsse aus anderen Fächern eingehen, zum Beispiel aus Deutsch, Kunst, Musik, Sport, aber auch Geschichte und Sozialkunde, um soziale Zusammenhänge treffend darstellen zu können, ist es besonders allgemein bildend.

 

Das Fach unterteilt sich in drei Bereiche:

  1. Theater (Darstellendes Spiel) Das Darstellende Spiel kann man in 5 Bereiche einteilen, die unterschiedliche Ausdrucks-/ Darstellungsschwerpunkte haben: 1 Körperorientiertes Gestalten (Standbilder, Pantomime…) 2 Textorientiertes Gestalten (Szenen sprechen und spielen) 3 Figuralorientiertes Gestalten (Maskenspiel…) 4 Musikorientiertes Gestalten (Musik mit Alltagsgegenständen …) 5 Medialorientiertes Gestalten (Foto, Film…) Alle Bereiche haben untereinander Schnittmengen oder werden kombiniert. So erwirbt das Schulkind im Laufe der 3-4 Jahre eine Fülle an Ausdrucksmitteln durch eine unbegrenzte kreative Entfaltungsmöglichkeit. Das Theater/die Bühne ist dabei das hauptsächliche Präsentations-Medium. Du sollst durch den Unterricht nicht nur lernen, Vorstellungen in kleine Theaterstücke umzusetzen, sondern auch, das Dargestellte auf dein eigenes Leben zu projizieren, durch das Spiel Verhaltensmuster auszuprobieren und daraus für dein eigenes Leben zu lernen. Du kannst auch Problembereiche des eigenen und allgemeinen Lebens erkunden. Im Theater kannst du dich selbst in verschiedene Rollen hineinversetzen und im Spiel eigene Interessen entdecken und Ansichten sowie Meinungen herausbilden. Da in das Fach Gestalten – insbesondere bei Theaterprojekten – viele Einflüsse aus anderen Fächern eingehen, zum Beispiel aus Deutsch, Kunst, Musik, Sport, aber auch Geschichte und Sozialkunde, um soziale Zusammenhänge treffend darstellen zu können, ist es besonders allgemein bildend. Auch für den Alltag bedeutende Fähigkeiten baust du in diesem Fach aus. Z.B. die Wirkung des eigenen Auftritts einzuschätzen, die Wahrnehmung wird gestärkt, das Gruppenverhalten ausgeprägt, die sprachliche Kompetenz gefördert und erweitert, Hemmungen werden abgebaut und mehr Freude an flexibleren Verhaltensschemata entwickelt. Auch das Ausdrücken der eigenen Gefühle wird in Gestalten im wahrsten Sinne des Wortes „spielerisch“ beigebracht. Im Arbeiten mit Requisiten (wie zum Beispiel Tisch und Besenstiel) solltest du flexibel und kreativ sein und auch bei Improvisationen deine Ideen gedankenfreudig einbringen.

 

  1. Kunst Zu diesem Bereich zählen alle kreativen Tätigkeiten, bei denen Bilder, Fotos oder Skulpturen entstehen. Die unterschiedlichen Techniken helfen den Kindern, sich auf ihre ganz individuelle Weise ausdrücken zu lernen und Vorlieben zu entdecken. 1 Zeichnen Linien – Schraffur – hell/dunkel – Kohle – Porträt – Perspektive – Architektur 2 Malen Farbkreis – Kontraste – Collage – Acryl / Öl / Pigmente 3 Drucken Frottage – Weissliniendruck – Monotypie – Stempeldruck – Punktdruck -Tiefdruck – Lynoldruck – Siebdruck 4 Plastisches Formen Ton – Pappmaché – Gips – Upcycling – Architektur 5 Fotografie Grundlagen: ISO, Belichtung, Blende – Bildaufteilung – Makro – hell/dunkel – Porträt – Unschärfe – Stativ – Natur 6 Digitale Medien Photoshop/GIMP – Stop-Motion – Kurzfilm – SocialMedia – Filter Bei allen künstlerischen Tätigkeiten steht die Kreativität und der Mut, sich in der Technik auszuprobieren im Vordergrund. „Ich kann das nicht…“ gibtˋs nicht! Niemand ist als Künstler vom Himmel gefallen. Oft ist am Anfang einer Übungseinheit der Zufall ein willkommener Gehilfe des jungen Künstlers. Und im Kunstunterricht probiert man die neuen Techniken aus und lässt sich dabei vom Ergebnis überraschen. Mit mehr Übung lernt das Kind, die Effekte der Techniken für sich zu nutzen und erkennt, dass das Nutzen der gegebenen Rahmenbedingungen von großem Vorteil sind. Immer gehört auch ein gezielter Blick auf den Ursprung der aktuell behandelten Technik oder dem Stil zur Einheit. Exemplarisch werden KünstlerInnen der Epoche kennen gelernt und besprochen. In dem Zusammenhang werden auch Museen und Ausstellungen besucht. Wo es möglich und sinnvoll ist, sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden. So lernen die Kinder die Resonanz der Mitmenschen kennen und haben die Möglichkeit, mit ihren Werken etwas auszudrücken. Themen der Zeit oder persönliche Einflüsse können in die Arbeiten einfließen und die Schulkinder drücken sich auf kreative Weise aus. Der Kunstunterricht unterstützt die Kinder, sich in der Gesellschaft zu positionieren und Selbstbewusstsein zu entwickeln und auszubauen.

 

  1. Musik Die Vielfalt musikorientierten Gestaltens reicht von akustischen Signalen (z. B. Klingeln, Uhrticken) bis zu instrumentalen, gesanglichen und tänzerischen Aktionen (z.B. einer Revue). In der Regel wird zur Klangerzeugung mit Materialien aus dem Alltag (vom Tischtennisball bis zum Schrott) gearbeitet, also nicht mit „richtigen“ Musikinstrumenten. Durch die Arbeit mit diesen Gegenständen wird zusätzlich der Blick für schon selbstverständlich gewordene Situationen und Dinge differenziert, die Umwelt wieder neu wahrgenommen. Ähnliches gilt für die Inszenierung einer musikalischen Revue. Lieder aus verschiedenen Epochen und Genres werden unter einem bestimmten Thema neu zusammengestellt. Eine gestalterische Idee oder Absicht löst die Alltagsmaterialien oder die Lieder aus ihrem üblichen Zusammenhang heraus und ordnet sie neu an. Darin besteht das kreative Moment, das im Rahmen ästhetischer Praxis Erkennen fördert und Erkenntnisse ermöglicht. Musikorientiertes Gestalten steht darüber hinaus in Verbindung zu anderen Gestaltungsformen und ist besonders geeignet, die Arbeit in den anderen Bereichen zu unterstützen.

Fach 2: WPU Technik

wpu Technik

Im WPU Technik lernen die Schüler*innen ab der 7. Klasse den Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen sowie ein Grundverständnis von technischen Zusammenhängen. Bei der Bearbeitung von Holz, Kunststoff und Metall werden verschiedene Werkstücke gefertigt und Projekte verwirklicht. Dies reicht von kleinen Schleifklötzen bis hin zu großen Möbeln für den Schulhof. Neben der praktischen Arbeit wird den Schüler*innen ein Grundverständnis für die vielfältigen Technologien und technischen Grundlagen vermittelt. So wird technisches Zeichnen, das Löten von Schaltkreisen, programmieren von Robotern, die Grundlagen der Energiegewinnung oder auch die Funktionsweisen von Motoren und Getrieben behandelt. Dazu stehen den Schüler*innen in den modernen Technikräumen nicht nur eine Vielzahl von Werkzeugen und Maschinen zur Verfügung, sondern auch diverse Modelle und Baukästen, die die Lerninhalte greifbar machen. Neben dem technischen Fachwissen legen wir besonderen Wert auf Teamwork. Die meisten Herausforderungen lassen sich gemeinsam besser bewältigen und insofern fördern wir im Technikunterricht gezielt die Kompetenzen der Schüler*innen sich gegenseitig zu unterstützen und in Teams zusammen zu arbeiten.

Fach 3: Angewandte Informatik

WPU Informatik

Die Lebenswelt der meisten Schülerinnen und Schüler ist, bezogen auf die angewandte Informatik, vorwiegend medial geprägt. Sie nutzen unterschiedliche informationstechnische Produkte unter anderem zur Unterhaltung, zur Beschaffung von Informationen sowie zum Kommunizieren. Sie erahnen den Stellenwert und Nutzen der Informatik für die Gesellschaft und ihre Bedeutung für die Berufswelt. Chancen, Grenzen und Risiken sind ihnen weniger bewusst.

Die Schule hat die Aufgabe, die Lernenden bei der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit zu unterstützen. Dabei knüpft die Schule an den unterschiedlichen Erfahrungen der Schülerinnen und Schülern an und greift ihre Interessen auf. Das Fach Angewandte Informatik vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten zum Einordnen und Bewerten digitalisierter Informationen und zur kritischen und verantwortungsvollen Nutzung informationstechnischer Hilfsmittel. Durch das Erlernen von Problemlösestrategien, dem Training systematischen und analytischen Denkens wird den Lernenden der strukturierte Umgang mit lebensweltlichen Situationen ermöglicht. Es werden einerseits Einsichten in Chancen und Risiken gewonnen, die mit dem Einsatz von Rechnern verbunden sind, und andererseits die praktischen Grenzen des Computers als Werkzeug bzw. Medium aufgezeigt. Mithilfe exemplarischer Behandlung der Funktionsweise von vernetzten Diensten (z. B. Internet) werden die gesellschaftlichen Konsequenzen und deren Auswirkungen auf den Einzelnen transparent gemacht und Fragestellungen des Datenschutzes und Urheberrechts diskutiert. Grundkenntnisse, die persönlich und beruflich relevant sind, werden vermittelt.

Fach 4: Fit for life

wpu fit for life

Der WPU ist gemäß Erlass angelegt auf 3 Jahre mit 4 Wochenstunden.

Das Fachcurriculum ist spiralcurricular und fächerverbindend aufgebaut. Es beinhaltet sowohl Inhalte der Berufsorientierung als auch Aspekte der Medienbildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Lebensführung in Bezug auf ein selbstbestimmtes Leben.

Ziel des Unterrichts im Fachbereich Verbraucherbildung ist das Erlangen von Handlungskompetenz in allen Lernfeldern.

Individuelle Handlungskompetenz entsteht durch individuelles Aneignen des Schülers. Grundsätzliche Ziele des Unterrichts im Fachbereich Verbraucherbildung sind daher:

  • Auswahl der Unterrichtsangebote aus dem direkten Lebensbezug der Schüler
  • kooperatives Lernen
  • Training der Mobilität

Fach 5: WPU AnNa (Angewandte Naturwissenschaften)

WPU aNnA

Was ist AnNa?

Natürlich kennst du AnNa schon, und zwar aus den Klassen 5 und 6. Dort nannte sich das Fach Nawi (Naturwissenschaften). Ab Klasse 7 hast du zwar weiterhin Nawi, aber du kannst dich mit der Wahl von AnNa noch mehr auf diesen naturwissenschaftlichen Bereich konzentrieren, der die Fächer Biologie, Physik und Chemie vereinigt. AnNa steht dabei für „Angewandte Naturwissenschaften“. 

AnNa – so ist das!

Die Welt um dich herum ist voller Leben und Technik. Willst du den Dingen auf den Grund gehen und nicht immer glauben müssen, was dir andere erzählen? Dann bist du bei AnNa genau richtig!

Den Naturwissenschaften gehört die Zukunft:

Von Atomenergie bis Zierfisch und von Windkraftanlagen über Mobiltelefone zum Klimawandel. Nur wer die Natur und die Technik versteht, kann die Gegenwart und die Zukunft mitgestalten und verstehen und tut etwas für die Lebensqualität aller.

Für viele Berufe werden Kenntnisse in den Naturwissenschaften gebraucht. Deine Chance, technische oder medizinische Berufe zu erlernen, steigt mit der Wahl dieses Wahlfaches.

Ist AnNa etwas für mich?

Wir empfehlen dir AnNa, wenn…

  • du Spaß am Experimentieren hast
  • du auch bei kniffligen Aufgaben durchhältst
  • du dich für Tiere, Technik und Umwelt interessierst
  • du gern selbstständig lernst
  • Mathematik für dich kein Buch mit sieben Siegeln ist

Du ich für „Jugend forscht“ interessierst